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2013Dienstag03. September

Schlagworte:

Going global with Ketchup

Indonesien – England – Tomaten Ketchup und French Fries aus Belgien

Grillen, grillen, grillen und die Saucen? Oder doch Pommes rot?

Für viele ist Ketchup eine Sauce, die zum fast allem passt, und hat man nicht jeder von uns einmal in der Phase des Studentendasein Nudeln mit Ketchup gegessen, wenn nichts anderes im Haus war?

Aber woher kommt die Bezeichnung KETCHUP überhaupt und wie kommt der Heinz nach Amerika?

Das Wort KETCHUP ist problematisch, ursprünglich wohl aus dem indonesischen „kecap“, was einfach nur „eine Sauce“ heißt – meist eine fermentierte schwarze Sojasauce, also noch nichts mit Tomaten.

Im Englischen des 17. Jahrhunderts finden wir die Bezeichnung „catchup“, mit dem Zusatz von „high East-India Sauce“ , also noch keine Tomaten. Diese kamen zwar bereits mit Columbus nach Europa, aber in Deutschlandes hat bis zum 19. Jahrhundert gedauert, bis sie als Lebensmittel anerkannt wurden.

1812 erscheint in England ein erstes Kochbuch mit einem tomatigen Ketchup, Vorbild dafür war die italienische Tomatensauce.

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Ketchup ausschließlich in Haushalten hergestellt, danach war es in den USA ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Tomatenkonserven.

Einer der zahlreichen Ketchup -Hersteller in den USA war auch Henry John Heinz, Sohn deutscher Auswanderer aus Kallstadt in der Pfalz. Nach mehreren Insolvenzen schaffte es die Firma Heinz zum Synonym für Ketchup zu werden. Alle kennen die berühmte Glasflasche. Sie war so bekannt, dass Andy Warhol (eigentlich Andrej Warhola, Sohn slowakischer Einwanderer und wie Heinz in Pittsburgh geboren) mehre Bilder mit entsprechenden Motiven produzierte und sogar sein letztes Werk (Last Supper) enthält mit der „57“ ein Heinz-Motiv.

Kommen wir nun zu den POMMES.

Diese werden im Englischen als French Fries bezeichnet und kommen ursprünglich aus Belgien (erstes Rezept aus dem Jahre 1781 von Joseph Gérard).

Aber wie kommen die belgischen Fritten zum Beinamen „French“? 

Amerikanische Soldaten haben im Ersten Weltkrieg in Europa welche gegessen und da diese von französischsprachigen Belgiern zubereitet wurden – voilà „French Fries“.

Zwischendurch, zu Zeiten des zweiten Irak-Krieges bekamen French Fries zeitweise den Beinamen „Freedom Fries“, der sich aus verständlichen Gründen jedoch nicht durchsetzen konnte.
Und zu den French Fries, oder Pommes Frites, reicht man meist Ketchup, eine einfache Sauce, in der wohl die ganze Welt versammelt ist. Heinz produziert übrigens auch Mayonnaise, falls jemand Pommes rot-weiß bevorzugt.

 

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